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Matchbericht FC Plaffeien - FC Murten


Der FC Plaffeien feierte zum Rückrundenauftakt der 2. Liga am Samstag gegen Murten einen souveränen 2:0-Sieg. Beide Tore fielen bereits in der Startphase. Die Seeländer warten nach dieser Niederlage immer noch auf den ersten Auswärtssieg der Saison.


Plaffeien gegen Murten ohne Probleme

Manuel Schwarz und Yves Käser (Nummer 9) waren für die beiden Tore des Spiels verantwortlich.
 

Plaffeiens Trainer David Vogelsang hatte im Vorfeld aufgrund des schmalen Kaders von einer suboptimalen Vorbereitungsphase gesprochen und seinem Team eine schwierige zweite Saisonhälfte prophezeit. Beim samstäglichen Deutschfreiburger Derby gegen Murten bekundeten die Sensler allerdings keine Mühe. Mit zwei Treffern in der Startphase legte das Heimteam bereits früh den Grundstein für den insgesamt ungefährdeten Sieg. Den Gästen aus dem Seeland gelang hingegen nur wenig, zudem mussten sie nach einer unnötigen Roten Karte zu Beginn der zweiten Hälfte jegliche Punktehoffnungen begraben.

Starke linke Seite

«Die Jungs waren heute nicht bereit. Wir wussten, wenn wir hier etwas holen wollen, müssen wir eng bei den Gegenspielern sein. Plaffeien hat mit Käser, Schwarz und Mast vorne schnelle Spieler, die sofort gesucht werden. Im Mittelfeld waren wir viel zu weit weg von den Leuten», resümierte Murtens Übungsleiter Prparim Azizi nach der Partie. In der Tat stimmte die Zuordnung in der Rückwärtsbewegung bei Murten überhaupt nicht. Insbesondere die linke Seite der Senseoberländer genoss sämtliche Freiheiten und leitete immer wieder brandgefährliche Angriffe ein. Der auf dem linken Flügel beheimatete Manuel Schwarz konnte sich auf jeden Fall nicht über mangelnde Freiräume beklagen: «Ich war erstaunt, wie wenig die Offensivspieler von Murten nach hinten gearbeitet haben. Dies gab uns die Möglichkeit, die vielen Torchancen zu kreieren.»

Bereits in der vierten Minute war Yves Käser nach einem schnell ausgeführten Einwurf seinen Bewachern enteilt und vollendete mit einem platzierten Flachschuss in die rechte untere Ecke zum 1:0. Nur kurze Zeit später doppelte Manuel Schwarz nach einer folgenschweren Unzulänglichkeit der Gäste-Abwehr gleich nach. Der Team-Topskorer nahm genau Mass und setzte seinen Schuss herrlich in den Winkel. Das Team von Vogelsang hätte eigentlich deutlich mehr Tore erzielen müssen, doch die Chancenauswertung gehörte an diesem Samstagabend definitiv nicht zu den Paradedisziplinen. Umso mehr erstaunte dafür die einmal mehr tadellose Defensivleistung, die am Ende in einem Shutout für Christian Piller mündete. Der Sensler Schlussmann hatte in der Mitte der ersten Hälfte die raren Prüfungen mit Bravour bestanden. Neben einem gut getretenen Freistoss von Senol Sulkoski (28.) vereitelte er auch noch einen vielversprechenden Abschlussversuch von Ardi Kovaci (20.).

Rot nach Tätlichkeit

Wer auf eine Seeländer Aufholjagd im zweiten Abschnitt gehofft hatte, wurde enttäuscht. Statt Punkte sammelte der Tabellenachte lediglich wenig hilfreiche Strafpunkte. Nach einem Zweikampf in Eckfahnennähe schickte Maurizio Londino Sulkoski mit glatt Rot vom Feld. Der Tessiner Schiedsrichter hatte eine Tätlichkeit ausgemacht und daher umgehend reagiert. In Unterzahl war die Equipe von Azizi zu keiner Reaktion mehr fähig. Im weiteren Verlauf der Begegnung beschränkte sich Plaf­feien auf das Nötigste und brachte den Sieg schliesslich ohne Zwischenfälle über die Zeit. Schwarz war denn auch mit der Leistung seiner Teamkameraden zufrieden, ortete aber Verbesserungspotenzial beim Verwerten von Tormöglichkeiten: «Schon in der ersten Halbzeit hatten wir drei, vier Chancen, die wir klarmachen müssen. Dann wäre das Spiel entschieden. Ein 2:0 ist immer ein riskantes Resultat, da der Gegner nur ein Tor braucht, um wieder Hoffnung zu schöpfen. Auch in der zweiten Halbzeit mit einem Tor mehr muss man einfach effizienter sein.»

Telegramm

Plaffeien - Murten 2:0 (2:0)

Sellen, Plaffeien. 100 Zuschauer. – SR: M. Londino. Tore: 4. Käser 1:0, 8. Schwarz 2:0.

FC Plaffeien: Piller; Cardinaux, Grossrieder, Wider, B. Egger; Schwarz, Schafer, S. Egger, Mast (67. Ruffieux); Käser (76. Zwahlen), Heimo (50. Lötscher)

FC Murten: Aeberhard; Reynaud, Quagliariello, Koulibaly, Pignone; Kovaci, Ramadani (73. Grangeon), Hashani (50. Ferreirinha), Azizi, Mendaroski (64. Iacazzi); Sulkoski

Bemerkungen: 55. Rote Karte gegen Sulkoski.


Quelle: FN vom 26.03.2018
Autor: Marco Zbinden



Veröffentlicht
08:59:27 26.03.2018 von Vorstand